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Unser Förderprojekt »AMOR PARENTUM« in Hamburg

Der Übergang von der Betreuung des Kleinkindes in der Familie in seine Betreuung in der Kindertagesstätte verdient eine besondere Begleitung

Der Übergang von der Betreuung des Kleinkindes in der Familie in seine Betreuung in der Kindertagesstätte stellt Kinder und Eltern vor Herausforderungen, die sie gemeinsam bestehen müssen. Den Übergang von der vertrauten familiären Lebenswelt hinein in die neue Lebenswelt mit neuen Bezugspersonen erleben Kinder auf ganz unterschiedliche Weise. Bei allen Kindern und auch bei vielen Eltern löst dieser Übergang eine Stressreaktion aus, die den Umgang miteinander verunsichern kann. Dem können die Erzieherinnen mit dem hier vorgestellten primärpräventiven Präventionsprogramm Amor Parentum in der Eingewöhnungsphase der Kinder in der Kindertagesstätte vorbeugen und begegnen.

Das primärpräventive Präventionsprogramm Amor Parentum sichert einen gelingenden Übergang von der Betreuung des Kleinkindes in der Familie in seine Betreuung in der Kindertagesstätte

Das Präventionsprogramm wurde von Dr.med. Christine Bark, Leiterin der Spezialambulanz für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern des Universitätsklinikums Heidelberg entwickelt. Grundlage ist das in den Kitas übliche Berliner Eingewöhnungsmodell. Darüberhinaus beruht es auf den neusten Ergebnissen der Forschungen einer Wiener Arbeitsgruppe zur Eingewöhnng und den Erkenntnissen der Bindungs- und Mentalisierungsforschung.

Im Rahmen einer mentalisierungsbasierten Qualifizierungs­maßnahme werden Erzieherinnen geschult und dazu befähigt, eine primäpräventive Intervention für Eltern und ihr Kind bei der Eingewöhnung der Kinder in die Kita durchzuführen.
Im Vordergrund steht eine mentalisierungsbasierte Haltung. Mentalisieren wird verstanden als die Fähigkeit, das Kind und seine Gedanken, Intentionen und Wünsche zu verstehen und sich darin einzufühlen. Ein Schwerpunkt des Modells liegt in der individuellen, auf das einzelne Kind abgestimmten Eingewöhnung, von der insbesondere Kinder aus belasteten Familien profitieren.

Das Programm wurde mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie seit 2014 an 6 Modellkrippen mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung sehr erfolgreich erprobt und wird derzeit im Saarland an weiteren Kitas eingeführt. Es wurde mit dem Großen Präventionspreis 2015 des Landes Baden – Württemberg ausgezeichnet.

Das primärpräventive Präventionsprogramm Amor Parentum wird im Jahre 2018 mit Unterstützung der Berndtsteinkinder Stiftung an 8 Hamburger Kindertagesstätten der Elbkinder – Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH eingeführt werden

Umgesetzt wird die Einführung durch Dr. med. Christine Bark von der Universität Heidelberg gemeinsam mit der Hamburger Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Annalena Thomas. Finanziert wird die Einführung durch die Berndtsteinkinder Stiftung.