Jetzt spenden

Ziele

Das Projekt der BerndtSteinKinder Stiftung in Kooperation mit der Beratungsstelle Von Anfang an. ,SICHERER Hafen‘ – Ein Kurs für Familien um die Geburt bis ins zweite Lebensjahr in Kombination mit Entwicklungspsychologischer Beratung

Unsere Ziele Wir möchten Eltern mit dem Kursangebot ,SICHERER Hafen‘ beim Aufbau einer positiven, entwicklungsfördernden Beziehung mit ihren Babys unterstützen, typischen Verunsicherungen und daraus resultierenden Belastungen vorbeugen und sie bei der Bewältigung von (Entwicklungs-) Herausforderungen unterstützen. Das Ziel ist die Förderung der Eltern-Kind-Bindung durch die Steigerung der elterlichen Feinfühligkeit. Die Förderung elterlicher Erziehungs- und Beziehungskompetenzen hat sich insbesondere im frühkindlichen Bereich als Ansatzpunkt für gelingende Prävention erwiesen. Wir stärken die Elternkompetenz und das Selbstbewusstsein, fördern die selbstregulatorische Kompetenz des Säuglings und Kleinkindes und bewirken so Prävention von Misshandlungen und Vernachlässigung.

Konzeptuelle Grundlagen Entwickelt wurde der Eltern-Kind-Kurs für Fachkräfte, insbesondere Familienhebammen und Familien-Kinderkrankenschwestern und andere Berufsgruppen mit der Weiterbildung in Entwicklungspsychologischer Beratung. Die konzeptuellen Grundlagen des Elternkurses beziehen sich auf entwicklungspsychologische Forschung zur frühen Kindheit, auf die Bindungstheorie, sowie Regulations- und Belastungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern. Zudem geht es um den Umgang mit Veränderungen und Belastungen, die mit dem Übergang zur Elternschaft verbunden sind.

Ein neues Kursangebot für Hamburg Die Kurse des Pilotprojektes werden vier Elternschulen in Hamburg angeboten, Barmbek, Bergedorf, Kirchdorf-Süd und Wilhelmsburg. Die Hamburger Elternschulen sind als Ort besonders geeignet, da sie soziale und medizinische Beratung, zusätzliche Kontakte und Austausch für Familien ermöglichen. Die Gruppenstärke wird fünf bis zwölf Paare/Alleinerziehende betragen. Eine Weiterleitung an andere sozialräumliche Angebote kann fließend erfolgen.

Der Kurs umfasst vier Gruppentermine und zehn Einzelgespräche. Ein Elternkurs ist dann gut, wenn er Eltern ermutigt, den Weg zu suchen, der am besten zu ihnen passt. Mit anderen Eltern ins Gespräch kommen ist wichtig, um den Elternalltag zu reflektieren und über schwierige Situationen nachzudenken. In der Einzelberatung können individuelle Stolpersteine besprochen werden. Denn sowohl das Kind als auch die Eltern bringen ihre Individualität in die Beziehung ein.

Wen sprechen wir an Familien ohne spezielle Belastungen, denn selbst „Wunschkinder“ bringen viele junge Eltern absolut an ihre Grenze; Familien in besonderen Belastungssituationen (z.B. Partnerschaftskonflikte, Arbeitslosigkeit, finanzielle und soziale Not); minderjährige und jugendliche Mütter und Väter; alleinerziehende Mütter und Väter; Mütter mit pränatalen Belastungsfaktoren (z.B. Fehlgeburten, nach Kinderwunschbehandlungen); psychisch kranke Eltern.

Entwicklungspsychologische Beratung – EPB ist ein niedrigschwelliges, videogestütztes Beratungsnagebot für Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren. Ziel der EPB ist die Prävention von Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im späten Kindes- und Jugendalter. Dies soll durch die Förderung einer sicheren, zuverlässigen Bindung im Säuglings- und Kleinkindalter an mindestens eine emotional verfügbare Bindungsperson erreicht werden. EPB wurde von Frau Prof.in Dr. Ute Ziegenhain an der Universität Ulm entwickelt. Das evaluierte Beratungskonzept wird ständig weiterentwickelt.

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Pilotprojektes ,SICHERER Hafen‘ wird von einem Team am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Die BerndtSteinKinder Stiftung hat eine Doktorandenstelle geschaffen. Frau Dr.in Julia Quitmann leitet das Projekt. Frau Stefanie Witt macht das Pilotprojekt zum Thema ihrer Dissertation. Nach einer Phase der Optimierung ist geplant das Programm ,SICHERER Hafen‘ Schritt für Schritt flächendeckend in Hamburg anzubieten.