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Ziele

Das Projekt der BerndtSteinKinder Stiftung ist der „Sichere Hafen“. Ein Elternkurs von der Schwangerschaft bis ins zweite Lebensjahr des Kindes mit entwicklungspsychologischer Beratung (EPB).

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass junge Eltern nicht mehr wissen, wie Erziehung geht. Das überlieferte Wissen ist verloren gegangen. Unser Leben findet nicht mehr in großen sozialen Gruppen statt, junge Eltern sind häufig allein. Sie unterliegen zudem vielfachen psychosozialen Belastungen, die ihnen ihre neue Rolle als Mutter und Vater erschweren. Hier hilft der „Sichere Hafen”. Im Elternkurs geht es darum, Wissen zu vermitteln über die Bedürfnisse von Babys und darüber, wie sie die Welt sehen und Eindrücke verarbeiten – Wissen über die Signale von Babys, Anregungen, wie der Alltag und Umgang miteinander organisiert und Belastungen bewältigt werden können. Zudem geht es darum Kraftquellen zu finden, die Eltern helfen aufzutanken, bevor der Akku leer ist.

Junge Eltern haben die Chance stressfreier in ihrer neuen Rolle anzukommen, mit den hohen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, umzugehen und Feinfühligkeit mit ihren Babys zu erlernen. Die Gefahr der Kindeswohlgefährdung wird vermindert. Die Kinder können Vertrauen und Selbstvertrauen gewinnen und stark werden für das Leben. Unsere Gesellschaft hat die Chance auf lebensmutige Kinder, die sozial und emotional gesund reifen. So können sie zu wertvollen Mitgliedern unserer Gemeinschaft heranwachsen, die Verantwortung übernehmen für sich und andere.

Der Elternkurs „Sicherer Hafen” ist entstanden in der Kooperation der BerndtSteinKinder Stiftung mit der Babyambulanz Von Anfang an und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Evaluation wird durchgeführt vom UKE. Die konzeptuellen Grundlagen des Elternkurses beziehen sich auf entwicklungspsychologische Forschung zur Frühen Kindheit, auf die Bindungstheorie, sowie Regulations- und Belastungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern.

Hoch qualifizierte Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern mit der Fortbildung in entwicklungspsychologischer Beratung begleiten die jungen Familien ab der Schwangerschaft 20 Monate lang. Vier Gruppentermine in Hamburger Elternschulen konzentrieren sich vor allem auf bindungsrelevante Themen. Elf Einzelberatungen als Hausbesuche mit entwicklungspsychologischer Beratung gehen auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Eltern ein.

Unsere Zielgruppe sind Familien ohne besondere Belastungen, denn selbst „Wunschkinder“ bringen viele junge Eltern absolut an ihre Grenzen, Familien in besonderen Belastungssituationen (z. B. Partnerschaftskonflikte, Arbeitslosigkeit, finanzielle und soziale Not), minderjährige und jugendliche Mütter und Väter, alleinerziehende Mütter und Väter, Mütter mit pränatalen Belastungsfaktoren (z. B. Fehlgeburten, Z. n. Kinderwunschbehandlungen), psychisch kranke Eltern.

Die Evaluation zeigt, dass die Mehrzahl der teilnehmenden Eltern hohen psychosozialen Belastungen unterliegen. Eine langfristige, qualifizierte Begleitung ist absolut notwendig, um die jungen Familien auf einen guten Weg zu bringen und das Wohl der Kinder zu sichern. Unsere stärksten Argumente für den „Sicheren Hafen“: Sichere Bindung – Resilienz – Stress reduzieren.